Oberhausen: 23 Millionen Gäste im Jahr – und ein Zulassungsamt, das umgezogen ist
Kaum eine Ruhrgebietsstadt hat sich so sichtbar gedreht wie Oberhausen. Auf fast 100 Hektar des ehemaligen Hütten- und Walzwerks der Firma Thyssen wurde am 12. September 1996 das CentrO eröffnet: heute rund 220 Geschäfte auf 90.000 Quadratmetern, dazu eine 400 Meter lange Promenade mit über 20 Cafés und Restaurants, ein Multiplex-Kino und die König-Pilsener-Arena mit 12.500 Plätzen. Die Stadt selbst spricht von 23 Millionen Gästen jährlich – und zwar auf Flächen, auf denen zuvor fast 47.000 Arbeitsplätze in Schwerindustrie und Bergbau verloren gegangen waren. Wer hier ein Fahrzeug hält, teilt sich die Straßen entsprechend mit halb Nordrhein-Westfalen.
Vom Stahlkonzern zur Behörde: das Technische Rathaus
Der Strukturwandel hat die Zulassungsstelle buchstäblich eingeholt. Seit dem 19. Februar 2026 werden Kfz-Angelegenheiten im Technischen Rathaus, Bahnhofstraße 66, 46145 Oberhausen bearbeitet – im größten städtischen Verwaltungsgebäude, der ehemaligen Hauptverwaltung der Gutehoffnungshütte, die die Stadt 2004 erworben und umgebaut hat. Bis zum 13. Februar 2026 saß das Amt noch Am Förderturm 28. Diese alte Adresse steht bis heute in etlichen Branchenverzeichnissen und Navigationsdaten – wer ihr folgt, steht vor der falschen Tür. Telefonisch erreichen Sie die Zulassungsstelle unter 0208 825-9005. Die Stadt selbst räumt ein, dass die Zusammenlegung „für einige Bürgerinnen und Bürger mit längeren Wegen verbunden“ ist. Das trifft vor allem Alt-Oberhausen, das der Rhein-Herne-Kanal grob von Sterkrade trennt.
Ohne Termin läuft nichts
Oberhausen formuliert es unmissverständlich: Kfz-Zulassungsangelegenheiten werden ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung erledigt, reserviert wird online. Klassische Öffnungszeiten zum Vorbeikommen veröffentlicht die Stadt für die Zulassungsstelle nicht mehr – unter der Überschrift „Öffnungszeiten“ steht auf der amtlichen Seite nur noch der Verweis auf die Online-Terminvergabe. Zusätzlich weist die Verwaltung auf den starken Publikumsverkehr hin und rät, vorher zu prüfen, ob die Unterlagen wirklich vollständig sind.
Oder Sie geben den Vorgang ab
Statt Terminsuche, Anfahrt nach Sterkrade und Wartezeit übernehmen wir den Behördengang für Sie: Daten online eintragen, Vollmacht digital unterschreiben, OB-Kennzeichen kommt per Post. Die Preise stehen vorher fest – Anmeldung ab 89,99 €, Halterwechsel ab 89,99 €, Abmeldung 18,29 €. Die amtlichen Gebühren der Stadt weisen wir davon getrennt aus, damit Sie jederzeit sehen, was Behörde und was Dienstleistung ist.
Zwei Oberhausener Details, an denen Termine scheitern
Liegt Ihre Zulassungsbescheinigung Teil II noch bei Bank, Autohaus oder Leasinggeber? Oberhausen bietet dafür eine Online-Leasingbriefauskunft: Mit der Dokumentennummer prüfen Sie selbst, ob der Brief bereits eingegangen ist – die Stadt rechnet in der Regel mit drei bis fünf Werktagen. Und wer im Einwohnermeldeamt eine Auskunftssperre eingetragen hat, muss beim An- oder Ummelden zusätzlich zum Ausweis eine Meldebescheinigung vorlegen, die nicht älter als einen Monat ist. Beides sind Punkte, die man am Schalter nicht mehr heilen kann.
Von Schmachtendorf bis Styrum
Sterkrade im Norden, Osterfeld im Osten und Alt-Oberhausen im Süden bilden seit 1929 das Stadtgebiet in seinen heutigen Grenzen. Ob Sterkrade-Mitte, Schmachtendorf, Holten, Königshardt, Buschhausen, Osterfeld-Mitte, Klosterhardt, Oberhausen-Mitte, Lirich, Alstaden oder Styrum – und natürlich die Neue Mitte rund um CentrO und Gasometer: Ganz Oberhausen ist Liefergebiet. Zur Bahnhofstraße fahren wir, nicht Sie.
