Neun Kundenzentren – und trotzdem nur eine Zulassungsstelle
Köln ist die größte Stadt Nordrhein-Westfalens: rund 1,1 Millionen Einwohner, 86 Stadtteile in neun Stadtbezirken, verteilt auf beide Rheinseiten. Für Melde-, Pass- und Führerscheinsachen betreibt die Stadt deshalb neun Kundenzentren – in Chorweiler, Ehrenfeld, Innenstadt, Kalk, Lindenthal, Mülheim, Nippes, Porz und Rodenkirchen. Welches Sie ansteuern, dürfen Sie sich aussuchen: Der Wohnort spielt dabei keine Rolle.
Bei der Kfz-Zulassung endet diese Wahlfreiheit. Wer ein Fahrzeug anmeldet oder auf sich umschreiben lässt, hat in ganz Köln genau eine Anlaufstelle: die Kfz-Zulassungsstelle, Max-Glomsda-Straße 4, 51105 Köln (Telefon 0221 221-26635). Für die Vorsprache dort ist ein Termin erforderlich. Das Kürzel auf dem Blech ist stadtweit dasselbe: K.
Was das Kundenzentrum darf – und was nicht
Die Verwirrung hat einen guten Grund: Einen Teil der Fahrzeugsachen erledigen die Kundenzentren tatsächlich. Ein Kölner Fahrzeug abmelden und die Anschrift in den Fahrzeugpapieren ändern lassen – beides geht im Bezirksrathaus. Montags und mittwochs sogar ohne vorherige Terminvereinbarung, dienstags, donnerstags und freitags nur mit Termin.
Anmeldung, Wiederzulassung und Halterwechsel stehen dagegen auf keiner dieser Listen. Dafür führt kein Weg an der Max-Glomsda-Straße vorbei. Und selbst dort landen nicht alle am gleichen Schalter: Für Hersteller, Händler, Werkstätten, Zulassungsdienste und Behörden gibt es einen eigenen Großkundenbereich.
Und der Online-Weg?
Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Die Stadt Köln bietet Zulassungsanliegen auch online über i-Kfz an – Neuzulassung, Umschreibung, Wiederzulassung, Abmeldung, Anschriftenänderung, Tageszulassung und Wunschkennzeichen. Die Hürde steckt in den Voraussetzungen. Nötig sind ein Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion samt PIN, ein NFC-fähiges Smartphone oder ein Kartenlesegerät und ein BundID-Konto. Bei An- und Ummeldung kommen Zulassungsbescheinigung Teil I und II hinzu sowie Stempelplaketten mit freigelegten Sicherheitscodes – und die sind erst seit dem 1. Januar 2015 in Umlauf. Bei einem älteren Gebrauchtwagen oder nie freigeschalteter Ausweisfunktion fällt dieser Weg damit aus.
Von Chorweiler nach Poll ist es weit
Die Zulassungsstelle liegt rechtsrheinisch im Süden der Stadt, im Stadtteil Poll, der seit der Gebietsreform 1975 zum Stadtbezirk Porz gehört. Die Zufahrt zur Max-Glomsda-Straße führt über die Rolshover Straße. Wer in Deutz oder Kalk wohnt, ist schnell da. Wer aus Chorweiler, Weiden oder Rodenkirchen kommt, fährt einmal quer durch die Stadt und in der Regel über eine Rheinbrücke – bei 405 Quadratkilometern Stadtfläche wird daraus samt Parkplatzsuche leicht ein halber Tag.
Vollmacht statt Fahrt nach Poll
Dass jemand anderes den Behördengang übernimmt, ist ausdrücklich vorgesehen: Die Stadt Köln weist bei der Umschreibung selbst darauf hin, dass eine bevollmächtigte Person das Anliegen erledigen kann, sofern die Vollmacht im Original mit handschriftlicher Unterschrift vorliegt.
Genau diese Rolle übernehmen wir – als privater Dienstleister, nicht als Behörde. Sie tragen die Angaben aus Fahrzeugschein und eVB online ein und unterschreiben die Vollmacht digital. Den Rest erledigen wir und schicken Ihnen die fertigen Kennzeichen per Post. Der Preis steht vorher fest, Servicegebühr und amtliche Gebühren getrennt ausgewiesen: Anmeldung ab 89,99 €, Halterwechsel ab 89,99 €, Abmeldung 18,29 €.
Alle Veedel, ein Ablauf
Ob Innenstadt, Deutz, Ehrenfeld, Nippes, Kalk, Mülheim, Lindenthal, Rodenkirchen, Chorweiler oder Porz – für den Ablauf ist Ihr Stadtbezirk egal. Die Unterlagen reisen digital, die Schilder kommen mit der Post. Kein Weg nach Poll, keine Parkplatzsuche an der Rolshover Straße, kein halber Urlaubstag für einen Amtsgang.
